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psycho

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14.01.2013, 18:17

Planwirtschaft bedeutet nicht, dass alle das selbe bekommen, Planwirtschaft bedeutet, dass die Wirtschaft zentral gesteuert wird.
Du solltest dich mal genauer informieren: http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/ind…/Planwirtschaft

Denn genau das ist das Ziel, gleiche Güterverteilung für alle. Sozialer Ausgleich!

Zitat

Das ist ein Teil der Planwirtschaft und ist nur durch die Zentrale Planung möglich und unsere Politiker haben einfach mehr Interesse ihren Freunden und sich selbst zu helfen als den Bürgern.
Nein genau anders herum! Nicht der Staat, die Unternehmen haben eben soviel Macht und Einfluss, dass DIE UNTERNEHMEN Möglichkeiten haben, dass zu erreichen was sie wollen. Die größten Plattenfirmen haben sich doch in Amerika und Europa hinter versteckten Türen darüber unterhalten, dass es sowas wie Acta gibt! Und nicht anders herum... die Politiker haben schon lange keinen Einfluss mehr darauf was im Staat passiert.

Zitat

Mindestlöhnen z.B. zwangsläufig zu einer höheren Arbeitslosigkeit.
Wieder falsch... In GB hat dies 1990 zu mehr Beschäftigung geführt und GB hatte vor der Finanzkrise nur 1,9% Arbeitslose.
http://www.mindestlohn.de/hintergrund/mi…ehne-in-europa/

Zitat

Eine Grundlage die wir verstehen müssen, auch wenn man jetzt wieder über alle möglichen Einzelfälle sprechen können: Wenn wir jemanden verurteilen weil er z.B. für seine Ware zu hohe Preise verlangt oder zu geringe Löhne vergibt, müssen wir daran denken, dass wir trotzdem noch besser tran sind als wenn er sich wie die meisten anderen Menschen in diesem Gebiet garnicht anbieten würde. Es kann maximal genau so gut sein, wie wenn er nicht dieses Angebit geben würde aber niemals besser. Weil wenn seine Angebote so schlecht währen, dass sie den Menschen mehr Schaden als nützen, würde sie niemand annehmen.

Da haben wir doch das Hauptproblem... der Mensch ist Egoistisch. Jeder möchte immer das beste für wenig Geld haben... Tja, nun wir fördern geringe Preise und wollen Kaffee für 3 Euro haben oder Kleidung für 5 Euro... Wenn in den Industriestaaten also wenig verlangt wird, muss ja woanders noch weniger verlangt werden. Und genau da sind wir bei den Entwicklungsländern. Die Leute in China (im speziellen FoxConn) und Afrika werden nur wenig bezahlt, dazu kommen Überstunden. Die verdienen im Monat vlt. 200 Dollar wenn ich gar weniger. Und das ist das Hauptproblem. Wenn es Arbeitsbedingungen geben würde, dann hätten wir auch faiere Preise. Es ist doch vollkommen logisch, dass Kleidung nicht für 5 Euro verkauft werden kann, wenn man mal darüber nach denkt:
Arbeiter, Zwischenfirmen, Transport, Marketing etc. müssen bezahlt werden nur die Arbeiter bekommen <1% davon.

Zitat

Übrigends werden Monopolstellung oft durch die Angst vor Monopolen geschützt.
Wiederspruch bzw. sinnlos.

Zitat

Dies alles geschieht nur weil viele Politiker dabei mitmachen und wer dieses Politikern noch mehr Macht geben will, haben viele bei dem Wort Staat eine wohlwollende "überirdische" Macht im Kopf und denken nicht an die Politiker.
Nur weil die Politiker mit verdienen, heißt es noch lange nicht, dass sie auch den Staat lenken und planen.
Denn genau anders herum ist. Wenn die Unternehmen schon viel Geld verdienen durch ihre Machenschaften, dann wollen die Politiker auch was vom Kuchen haben.
Oder denkst du, dass sich die USA z.B. leisten könnte Google, Apple, Microsoft in den Arsch zu treten? Danach geht deren Wirtschaft den Bach runter...
Deswegen lassen sich die Politiker, sich das Gefallen. Wenn sie schon nichts machen können, weil die Unternehmen soviel Einfluss haben, dann wollen sie wenigstens einen Anteil.

Deine Aussage, wir leben in einer Planwirtschaft halte ich für kompletten Unfug.
Außerdem wäre dann nicht das Problem der Armut. Denn Güter und Geld werden in einer Planwirtschaft gleichmäßig verteilt, dass ist einer ihrer Hauptziele und nicht nur ein mögliches Ziel!
Computer sind dazu da, uns die Arbeit zu
erleichtern, die wir ohne sie gar nicht hätten.

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15.01.2013, 00:59

Nach derm Link den du oben gepostet hast ist die definition von Planwirtschaft nur:
"Die Planwirtschaft ist, wie auch die freie Marktwirtschaft eine Wirtschaftsordnung. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft, wird das Wirtschaftsgeschehen nicht durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt organisiert, sondern durch den Staat zentral in einem Plan verwaltet." Das andere sind nur Merkmale mit den diese Punkte zusammen spielen. So z.B. in der UdSSR.
Alleine das wir eine Staatsquote von 50% haben zeigt schon, dass der Staat in große Teile der Wirtschaft eingreift und diese somit steuert. Ich meine nicht, dass wir eine reine Planwirtschaft haben, ich meine aber das bestimmte Bereiche schon sehr dicht an Planwirtschaft ran reichen und diese wirtschaften inzwichen auch sehr schlecht. Ein Beispiel ist die aktuelle Diskussion zur GEZ wo man sich kaum vorstellen kann wie ARD so viel Geld aus dem Fenster werfen kann.

Nicht der Staat, die Unternehmen haben eben soviel Macht und Einfluss, dass DIE UNTERNEHMEN Möglichkeiten haben, dass zu erreichen was sie wollen. Die größten Plattenfirmen haben sich doch in Amerika und Europa hinter versteckten Türen darüber unterhalten, dass es sowas wie Acta gibt!

Du meinst also, dass die Unternehmen die Politik machen? Und das ohne die Zustimmung der Politiker? Wie machen die den das? Die Konzerne können zwar untereinander sowas aushandeln aber die Politiker müssen es immernoch unterstützen damit es durch kommt.
Ich wollte übrigends nicht sagen, dass ACTA Planwirtschaft ist. Was ich an der Stelle sagen wollte ist, dass die Politiker, die solche Verhandlungen unterstützen. und ohne diese währen die Verhandlungen sinnlos da sie nicht umgesetzt werden könnten, nur noch mehr Macht bekommen, wenn man die FREIE Marktwirtschaft weiter eingränzt. Die Konzerne die durch solche Tricks Geld verdienen und nebenbei die Konkurenten bekämpfen sind meist die bessten "Freunde" der Politiker. So kommt mir das zumindest vor wenn ich da hinschaue. Wie meinst du, bringen die Konzerne den sonst ihre Ideen durch. Außerdem noch eine kleine Info am Rand. Meine wissen wurde ACTA nicht von Musikkonzernen und so ausarbeitet sondern vor allem von der Famaindustrie und noch ein paar anderen. Die Musikkonzerne kamen erst später zu den Verhandlungen hinzu. Die Famerindustrie ärgert sich bestimmt darüber das die die Musiklobby dazu geholt haben :D


Zitat
Übrigends werden Monopolstellung oft durch die Angst vor Monopolen geschützt.

Wiederspruch bzw. sinnlos.

Das kann im ersten Moment vieleicht so wirklen aber das ist meine Meinung nach eine gängige Methode in der Politik. Wenn ein Konzern der schon recht Groß ist Angst hat Kunden an die Konkurenz zu verlieren weil der Konzern nicht mehr wirkungsvoll arbeitet, macht er einfach angst davor, dass irgend solche Egoistischen Unternehmer Monopole bilden und die Menschheit "erpresst". Mit etwas erfolg und ein wenig freundlicher Hilfe von seinen Politiker-Freunden kommen dann irgendwelche Beschlüsse die angeblich Monopolbildung verhindern sollen. Allerdings mit solchen Nebenkosten wie hohen Bürokratieaufwand und Linzenskosten wie in der Saatgutindustrie. Diese Kosten sind aber von noch einigermaßen jungen Firmen allerdings nicht tragbar und gehen daher ein. Das ganze geht immer weiter bis es neuen Unternehmen praktisch unmöglich ist gegen diese Konzerne anzukämpfen. Genau genommen entwickeln sich so meist keine Monopole sondern Oligopole aber vom Prinziep ist ja kein großer Unterschied.
Übrigends funktioniert das selbe Prinziep auch bei anderen Themen wie Klimaschut. So hat man so wunderbar die Klühlampe verboten oder Solaranlagen aufgebaut die sich nur durch die Supvensionen rechnen und bei der Herstellung mehr Energie benötigt haben als sie über ihre Lebenszeit aus der Sonne in das Netz einspeißen.

Das was du zum Mindestlohn geschrieben hast werde ich mir nochmal anschauen (ist jetzt etwas spät) aber ich denke, dass da etwas anderes eine wesentliche Rolle spielt. Aber dazu später vermutlich mehr.

Zu der Aussage mit den Egoositischen Unternehmern die die Dritte Welt ausbeuten. Auch in der dritten Welt gilt das selbe. Die Menschen arbeiten lieber für den hungerslohn als es eben nicht zu tun und somit sind diese Egoistischen Unternehmer besser als wenn sie nicht da währen. Ich habe sogar schon sehr häufig Interviews von solchen Arbeitern gelesen bevor ich diese Grundhaltung hatte, in der sie sagen dass sie wollen, dass wir deren Produkte kaufen. Das ist auch eine ganz logisch Haltung weil ein Beukott dieser Produkte bewirkt nur, dass die Betriebe und die Wirtschaft langsamer wächst und die Löhne daher nur weiterhin gering bleiben. Im schlimmsten Fall geht der Betrieb bleite und der Hunger wird noch schlimmer.
Allerdings muss man auch dazu sagen, dass auch diese Länder keinen in dem maßen Freien Markt haben. Sicher haben sie seitends der lokalen Regierung meist einen freieren Markt als wir aber gleichzeitig sorgt auch die EU mit ihren Milliarden für weitere Verfälschungen und in den Ländern die noch nicht so weit entwickelt sind hat weniger Geld oft einen deutlich größeren Einfluss weshalb es auch nicht nötig ist so viel Geld in diese Länder zu stecken wie in die eigenen um das selbe zu erreichen.

Ich hoffe das ist alles verständlich. Ich mache manchmal werkwürdige Gedankensprünge die andere nur schwer nachvollziehen können wie auch bei ACTA in meinem letzen Post.
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15.01.2013, 18:26

Nach derm Link den du oben gepostet hast ist die definition von Planwirtschaft nur:
Bitte lese doch bei Merkmale:
"Diese hat soziale Gleichheit und Gerechtigkeit als Ziel." -> Damit schließt es eben eine gleiche Einkommensverteilung in meinem Sinn ein oder zumindest, dass es keine Schere zwischen arm und reich gibt wie in der aktuellen Situation.



Und dein Argument mit der Staatsquote:

Zitat

Alleine das wir eine Staatsquote von 50% haben zeigt schon
Das zählt nicht... Wenn du dich ein wenig informiert hättest und nicht andauernd irgendwelche Halbwahrheiten erzählen würdest, dann wüsstest du dass die Staatsquote nicht repräsentativ ist.
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Defi…taatsquote.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtsc…_Gesamtrechnung



Zitat

Du meinst also, dass die Unternehmen die Politik machen? Und das ohne die Zustimmung der Politiker? Wie machen die den das? Die Konzerne können zwar untereinander sowas aushandeln aber die Politiker müssen es immernoch unterstützen damit es durch kommt.
So meine ich das nicht. Klar die Politiker müssen zustimmen, aber dass sind doch nur Marionetten und Repräsentanten.
Und du hast vollkommen recht, dass sie zustimmen müssen... nun, das Problem ist aber einfach, wenn ein Unternehmen sehr groß ist z.B. Apple, Google oder ähnliches. Angenommen die Politiker drohen mit Sanktionen, was meinst du was das Unternehmen dann macht? Die handeln dann einfach so bzw. das die Politiker keine andere Möglichkeit mehr haben als zuzustimmen.

Meine wissen wurde ACTA nicht von Musikkonzernen und so ausarbeitet sondern vor allem von der Famaindustrie und noch ein paar anderen. Die Musikkonzerne kamen erst später zu den Verhandlungen hinzu. Die Famerindustrie ärgert sich bestimmt darüber das die die Musiklobby dazu geholt haben
Kann ja schon stimmen. Aber trotzdem wurde dieses Abkommen ANFANGS! hinter verschlossenen Türen erstellt und wer war dort? Kein Politiker, nur PRIVATUnternehmen... und somit ist dieses Abkommen ganz allein auf den Mist der Lobbyisten gewachsen. Das die Poltiker das toll finden brauch man sich nicht wundern... Wenn man seine Bürger ausspionieren kann ist doch immer toll.

Und wenn du das noch nicht annimmst... dann das beste und aktuellste Beispiel: Die 6 Strikes Regel in den USA...
http://www.golem.de/news/netzsperren-usa-verwarnen-filesharer-bald-mit-six-strikes-1301-96905.html


Das Gesetz ist ja schon streitig genug... aber wer kontrolliert das, wenn man sich da gegen wehren will? Genau ein Privatunternehmen und so mit hast du kaum Chancen.
Somit ist nichts mit Planwirtschaft.


Das kann im ersten Moment vieleicht so wirklen aber das ist meine Meinung nach eine gängige Methode in der Politik. Wenn ein Konzern der schon recht Groß ist Angst hat Kunden an die Konkurenz zu verlieren weil der Konzern nicht mehr wirkungsvoll arbeitet, macht er einfach angst davor, dass irgend solche Egoistischen Unternehmer Monopole bilden und die Menschheit "erpresst". Mit etwas erfolg und ein wenig freundlicher Hilfe von seinen Politiker-Freunden kommen dann irgendwelche Beschlüsse die angeblich Monopolbildung verhindern sollen. Allerdings mit solchen Nebenkosten wie hohen Bürokratieaufwand und Linzenskosten wie in der Saatgutindustrie. Diese Kosten sind aber von noch einigermaßen jungen Firmen allerdings nicht tragbar und gehen daher ein. Das ganze geht immer weiter bis es neuen Unternehmen praktisch unmöglich ist gegen diese Konzerne anzukämpfen. Genau genommen entwickeln sich so meist keine Monopole sondern Oligopole aber vom Prinziep ist ja kein großer Unterschied.
Übrigends funktioniert das selbe Prinziep auch bei anderen Themen wie Klimaschut. So hat man so wunderbar die Klühlampe verboten oder Solaranlagen aufgebaut die sich nur durch die Supvensionen rechnen und bei der Herstellung mehr Energie benötigt haben als sie über ihre Lebenszeit aus der Sonne in das Netz einspeißen.
Da werde ich dir mal nicht widersprechen, dass kann gut möglich sein. Aber zumeist halten die großen Unternehmen ihre Position. Als Beispiel könnte man evtl. den Patentkrieg in der Computerbranche aktuell nehmen.

Die Menschen arbeiten lieber für den hungerslohn als es eben nicht zu tun und somit sind diese Egoistischen Unternehmer besser als wenn sie nicht da währen. Ich habe sogar schon sehr häufig Interviews von solchen Arbeitern gelesen bevor ich diese Grundhaltung hatte, in der sie sagen dass sie wollen, dass wir deren Produkte kaufen. Das ist auch eine ganz logisch Haltung weil ein Beukott dieser Produkte bewirkt nur, dass die Betriebe und die Wirtschaft langsamer wächst und die Löhne daher nur weiterhin gering bleiben. Im schlimmsten Fall geht der Betrieb bleite und der Hunger wird noch schlimmer.
Dir ist aber schon klar, dass die Leute für den Hungerlohn arbeiten müssen oder?
Die Leute in der Dritten Welt haben gar keine andere Möglichkeit. Wenn sie nicht arbeiten sterben sie daran, weil sie nichts zu essen bekommen.

Große Unternehmen, zumeist aus Industrieländer kaufen deren Land für ein Apfel und ein Ei, den Leuten wird versprochen ja viel Geld, Unterstützung etc. Falls die Leute nicht freiwillig ihr Land her geben, dann werden sie eben erpresst. So das, dass Land an die Unternehmen geht. Die Bauern verlieren oftmals ihren Job, aber das Geld und der Traum von der Staat geht nicht Erfüllung. Wenn die Bauer ihr Land doch noch haben, dann arbeiten sie auf ihrem Acker. Sie dürfen dann aber nichts davon essen, sondern müssen dafür bezahlen. Und die Preise sind da so hoch, dass sie es nicht leisten können. Der Vater verarmt somit und verschuldet sich, die Familie trennt sich und schlussendlich bringen sich die Menschen um. Und die Felder häufig bewacht, und wenn sie noch mehr Pech haben werden Bio-Spritpflanzen angebaut, die man nicht mal essen kann. Dann haben sie erst Recht ein Problem.

Guck dir dazu mal im Internet das Thema Land Grabbing an. http://de.wikipedia.org/wiki/Land_Grabbing

Sie sind also vollkommen abhängig von ihrem Lohn, sie haben gar keine Wahl, wenn sie nicht gerade Geld finden oder Glück haben!

Vor allem Äthopien hat das Problem...
Und dadurch, dass ausländische Investoren das Land kaufen, geht natürlich der Preis für die Löhne noch weiter runter und das BIP des Landes sinkt, weil die Gelder an das Ausland gehen.

Soviel zum Thema Entwicklungshilfe...



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15.01.2013, 19:57

Land Grabbing:
Ja, ich kenne diese Vorgehen wobei sich das noch meinem Geografieunterricht meist auf weitgehend unbewohnte Gelände bezieht. So holst man z.B. Wälder ab um dort sein Ackerland zu betreiben ohne die entsprechende Genehmigung zu haben. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass den amen häufiger auch Land entrissen wird. Ich sehe das Problem aber auch hier nicht vorrangig bei den Konzernen (auch wenn so-was echt mies ist) sondern eher bei den staatlichen Institutionen die das verhindern sollen aber dennoch zulassen. Vermutlich da diese zum einen meist sehr anfällig für Bestechung sind und zum anderen weil auch die Politik so-was duldet weil die Konzerne Geld ins Land bringen. Denn wenn diese Konzerne das nicht machen, machen es andere. Es wird bei den Konzernen nur nichts gegen unternommen. Wenn sich aber Privatleute oder andere Organisationen für solche Menschen einsetzen oder vielleicht auch Kommerziell die Menschen vor solchen Taten schützen ist die Politik hinterher ihnen klar zu machen, dass das die Aufgabe des Staates ist und Selbstjustiz nicht gestattet ist.
Das Problem ist wie ich finde also die Tollerierung wenn es sich um einen Reichen handelt, um es nochmal anders zu sagen.
Wenn die Konzerne das Land abkaufen und danach nicht die absprachen einhalten gilt das selbe.

Das Gesetz ist ja schon streitig genug... aber wer kontrolliert das, wenn man sich da gegen wehren will? Genau ein Privatunternehmen und so mit hast du kaum Chancen.
Somit ist nichts mit Planwirtschaft.

Der Begriff Planwirtschaft kann schon durcheinander bringen da man ihn normalerweiße in Bezug auf den Sozialismus kennt und ihn oft auch so versteht. Wie in meinem letzten Post bereits erwähnt sind (zumindest wie ich das verstehe) das aber nur Merkmale weil es in der Vergangenheit zumindest bei offenkundiger Planwirtschaft immer der Sozialismus war. Aber wenn man sich das Wort anschaut ist es aber nur aus "Plan" und "Wirtschaft" zusammengesetzt und sagt noch nichts darüber aus, nach welchen Kriterien die Wirtschaft geplant wird. Manche mögen das anders definieren aber so verstehe ich das. Auch auf der Seite die du gepostet hattest hieß es unter Definition nur, dass die Wirtschaft zentral vom Staat geplant wird. Das andere, was da drin stand gehört so wie ich das verstehe nicht zu der Definition.
Allerdings stimmt es auch, dass sich selbst diese Definition nicht ganz mit dem deckt wie ich es sehe. Den mir kommt es nicht darauf an, ob es wirklich der Staat plant oder oder ein paar bestimmte Unternehmen den das Sonderrecht dazu gegeben wird. Es macht schließlich keinen wirklichen Unterschied.
Sobald Menschen gezwungen werden ein bestimmtes Angebot anzunehmen oder eben es nicht anzunehmen ist das nach meiner Einschätzungen ein geplanter Einfluss auf die Wirtschaft, bei dem die einzelnen "Wirtschaftsaktöre" nicht das Recht haben nach eigenem ermessen zu entscheiden. So gesehen betreibt natürlich jeder Staat eine gewisse Planwirtschaft. Aber das ist meiner Meinung nach auch der Fall, denn der Staat plant doch nunmal zentral und beeinflusst damit die Wirtschaft. Was mich interessiert ist, wie stark die Planwirtschaft (nach dem genannten Verständnis) ausgeprägt ist.

So meine ich das nicht. Klar die Politiker müssen zustimmen, aber dass sind doch nur Marionetten und Repräsentanten.
Und du hast vollkommen recht, dass sie zustimmen müssen...

Ja, Genau. Sicherlich könnte man die Probleme auch lösen wenn man verhindert das einzelne Menschen so viel Erfolg haben, aber das hätte auch massive Einschränkungen auf unser aller Leben von Bedeutung. Zumindest sehe ich das so, dass wenn Google und die ganzen anderen großen Firmen nicht mehr existieren, wir kaum noch was hätten, was wir uns leisten können. Ich bezweifle das der Staat diese Leistungen auch nur annähernd für diesen Preis bereitstellen kann, wenn man sich das Beispiel von ARD mal anschaut. Auch jede Firma die im staatlichen Auftrag handelt wird auf kurz oder lang genauso ineffizient. Das selbe gilt auch für unsere Krankenversorgung.
Eine andere Möglichkeit das Problem zu lösen währe eben den Politikern die Macht zu nehmen. So dass die Unternehmen rummverhandeln können wie sie wollen aber keinen Einfluss dieser Art mehr auszuüben vermögen.

Das zählt nicht... Wenn du dich ein wenig informiert hättest und nicht andauernd irgendwelche Halbwahrheiten erzählen würdest, dann wüsstest du dass die Staatsquote nicht repräsentativ ist.

Diese Information stand übrigens auch in dem Wikipedia-Artikel den ich verlinkt hatte, etwas über der Tabelle. Es gibt 2 verschiedene Staatsquoten. Eine die wirklich die Quote darstellt und eine die wie du schon sagtest zusätzlich noch Sozialtransfers, Subventionen und Zinsausgaben mitzählt. Leider steht bei Wikipedia nicht welche der beiden Werte in der Tabelle stehen. Aber auch wenn es die erweiterte Form ist. Sozialtransfers und Subventionen verfälschen ebenso die Wirtschaft. Wenn ein Unternehmen oder eine Person z.B. 100€ bekommt und etwas für 1000€ kauft, so ist 1/10 des Kaufes eigentlich vom Staat bezahlt worden. Somit müsste man diese 1000€ die ja jetzt zu dem nichtstaatlichen BIP zählen dem Staat anrechnen und nicht dem eigentlichen Käufer. Sicherlich ist das was anderes als wenn der Staat die 100€ selbst ausgegeben hätte weil er wenigstens die Produktwahl noch offen lässt aber viele Subventionen beziehen sich sogar auf bestimmte Projekte und Ausgaben. Bei Sozialtransfers ist das wohl in der Regel nicht der Fall aber trotzdem verfälschen sie in bestimmten Maßen den eigentlichen Ausgleich, den der Markt schaffen würde. Die Zinsausgaben sind in dieser Hinsicht vermutlich aber wirklich überflüssig.

Ich kam übrigens noch nicht dazu, das mit dem Mindestlohn zu lesen, hatte bis 18:30 noch für die Uni zu tun.
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16.01.2013, 19:18

ch sehe das Problem aber auch hier nicht vorrangig bei den Konzernen (auch wenn so-was echt mies ist) sondern eher bei den staatlichen Institutionen die das verhindern sollen aber dennoch zulassen. Vermutlich da diese zum einen meist sehr anfällig für Bestechung sind und zum anderen weil auch die Politik so-was duldet weil die Konzerne Geld ins Land bringen. Denn wenn diese Konzerne das nicht machen, machen es andere. Es wird bei den Konzernen nur nichts gegen unternommen.
Naja die Poltiker hoffen einfach darauf das es zu Besserung kommt und deswegen nehmen sie die Angebote an. Manchmal kommt es auch vor, dass Aufständische mit den Unternehmen zusammen agieren damit sie ihre Interessen durch setzen. Sowas dürfte eigentlich gar nicht erlaubt sein und somit liegt das Problem nicht zwangsläufig in der Politik, sondern an deren Hilflosigkeit.

Der Begriff Planwirtschaft kann schon durcheinander bringen da man ihn normalerweiße in Bezug auf den Sozialismus kennt und ihn oft auch so versteht. Wie in meinem letzten Post bereits erwähnt sind (zumindest wie ich das verstehe) das aber nur Merkmale weil es in der Vergangenheit zumindest bei offenkundiger Planwirtschaft immer der Sozialismus war. Aber wenn man sich das Wort anschaut ist es aber nur aus "Plan" und "Wirtschaft" zusammengesetzt und sagt noch nichts darüber aus, nach welchen Kriterien die Wirtschaft geplant wird.
Klar so kann man es aber auch sehen. Aber wenn dieser Begriff so definiert ist, kannst du ihn nicht einfach in deinem Sinne verwenden, dann musst du das auch schon explizit erwähnen. Ich mein ich sag ja auch nicht, Diktatur und mein damit eine friedliche Alleinherrschaft (oder ähnliches, vlt. nicht das beste Beispiel, aber ich hoffe du verstehst was ich meine).
Und wenn die Definition nun mal so ist, ist nun in diesem Begriff keine Planwirtschaft vorhanden. Von deiner Seite her ausgesehen, kann das teilweise zutreffen, aber eben nur außer deiner Definition und nicht der gebräuchlichen Anwendung.

Eine andere Möglichkeit das Problem zu lösen währe eben den Politikern die Macht zu nehmen. So dass die Unternehmen rummverhandeln können wie sie wollen aber keinen Einfluss dieser Art mehr auszuüben vermögen.
Das Problem ist auch einfach, dass sich die Politik nicht wehren kann... Wie sagte mal Churchill: "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen".
In der Demokratie dauert es oft lange irgendwelche Beschlüsse zu schließen. Wenn man versuchen würde, sich gegen Unternehmen zu wehren wachsen die in der Zeit und schon kann man nicht mehr viel machen. Aber naja, Glück und Leid der Demokratie. Gibt leider keine bessere Möglichkeit, außer du hast einen Vorschlag^^
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21.01.2013, 16:31

Ob ich einen besseren Vorschlag habe? Das kann ich nicht wirklich beantworten. Meiner Meinung nach, würden sich viele Probleme lösen, wenn wir unsere Politik liberaler halten würden bzw. der Politik die Macht nehmen sich in einzelne Aspeckte einzumischen und nur die Aufstellung und durchführung von "Grundsetzen" erlauben würden. Allerdings will ich auch noch sagen, dass die FTP heute nicht mehr wirklich liberal ist sondern so wie auch die meisten anderen Partein nur bestimmten Gruppen vegünstigungen Schaffen will.
Natürlich ist meine Aussage nicht wirklich viel Wert da sie die Frage offen lässt, wie weit man nun wirklich meiner Meinung nach gehen sollte. Zu dem Thema bin ich nur davon wirklich überzeugt, dass unsere Politik und vor allem die Politik der EU schon viel zu weit in einzelne Aspeckte eingreift und wir uns inzwichen gefährlich einem Sozialistischen System annähern, auch wenn bestimmte Personengruppen von der Entwicklung Ausgeschlossen werden.
Ich kann mir auch durchaus einen sogenannten "Minimalstaat" oder sogar die spontane Ordnung im Anarchismus vorstellen, wobei vorstellen nicht heißt, dass ich davon überzeugt bin. Ich finde aber man sollte es Menschen durchaus ermöglichen, diesen Weg zu gehen. Es gibt allerdings keine Region in denen man heute keinem Staat untergeordnet wird, da sich die Staaten (meist gewaltvoll) alle Regionen im Laufe der Geschichte unter den Nagel gerissen haben.

Und ich stimme dir auch zu, dass die Politiker gegen die Konzerne in einer gewissen Weise machlos sind. Das ist einmal der Fall, weil es nunmal "freundschaftliche" Beziehungen zwichen den Konzernchefs und den Politikern gibt und zum anderen weil die Politik nicht so schnell reagieren kann oder manchem vieleicht auch will (wegen dem ersten Grund). Aber gleichzeitig ist die Politik sehr oft das Mittel, über dass sich die Konzerne ihre Macht sichern und zusätzliche Einnahmen generieren.

Zum Thema Arbeitslosigkeit und Mindestlohn:
Ich habe mir die Startseite der Seite die du verlinkt hast nun mal angeschaut. Ich konnte jetzt speziell bei Großbritannien (weil du das als Beispiel erwähnt hattest) keine Statistiken finde, die wirklich einen darauf zurückzuführenden Arbeitslosen-Rückgang nach 1999 zeigte. Vor 1999 habe ich etwas zu deutlicheren Arbeitslosenrückgängen gefunden. Es gab zwar noch einen kleinen Rückgang in den ersten 2 Jahren ab 1999 aber der sieht eher so aus, als gehöre er noch zu dem deutlich stärker ausgeprägten Rückgang vor 1999. Ab 2006 stieg die Arbeitslosigkeitwieder und ab 2008 bis heute ist die sie nach Google sogar um ca. 60% gestiegen (von 5% auf 8%). Dabei meine ich aus Atikelüberschriften zu dem Thema raus gehört zu haben, dass vor allem die junge Bevölkerung betroffen ist, was nach meiner Meinung wieder auf Lohnreglungen wie Mindestlöhne oder auf andere Sachen wie Gewerkschaften hinweißt. Einfach da man unqulifizierten Menschen keinen geringeren Lohn zahlen kann.
Die Daten reichen nicht aus, um zu sagen, dass das auch wirklich an dem Mindestlohn liegt und das hatte ich auch nicht vor. Das sind lediglich Sachen über die man mal nachdenken kann. Die Angaben auf der Webseite wirken für mich etwas verfälscht.

Ich werde mich vieleicht nochmal genauer damit beschäftigen aber ehrlich gesagt habe ich gerade neben dem Studium und so nicht wirklich Lust auf sowas XD
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johannes S.« (21.01.2013, 16:37)


psycho

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21.01.2013, 18:32

Naja das mit den Parteien ist so eine Sache...
Ich mein, es gibt eigentlich überhaupt keine Änderungen im System. Es sind immer Koalitionen mit der CDU...
Und wenn man sich mal das Parteiprogramm anschaut der Parteien, dann sieht man doch recht schnell, dass sie alle das selbe hin schreiben nur anders formuliert
Mal davon abgesehen, dass sie eh kaum was davon umsetzen. Ich sag nur Steuersenkung in einer Finanzkrise... wirklich Klasse Idee von der FDP^^
Wenn man mal von extremen Beispielen absieht wie z.B. die NPD oder die Piraten Partei... aber die sind ja eh schon wieder weg vom Fenster. Ohne Umsetzungspläne bringt das natürlich alles nichts.

Aber weißt du was ich richtig pervers finde?! Aktuell in den Nachrichten... Deutschland soll aus den Atomkraftwerken aussteigen, fördert sie aber in anderen Ländern. Echt tolle Logik! Bravo!
ab 2008 bis heute ist die sie nach Google sogar um ca. 60% gestiegen (von 5% auf 8%).
Naja, auch nicht verwunderlich... 2008 Finanzkrise bis heute. Da wird auch nicht mehr so schnell was runter gehen. Und deine Aussage ist irgendwie komisch um 60% gestiegen von 5% auf 8%?!^^
Das sind bei mir noch 3% :D

Ich werde mich vieleicht nochmal genauer damit beschäftigen aber ehrlich gesagt habe ich gerade neben dem Studium und so nicht wirklich Lust auf sowas XD
Soviel hat man doch gar nicht zu tun als Student ;)
Okay... im Moment wahrscheinlich schon, weil du sicherlich Klausuren schreibst.
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21.01.2013, 22:20

Ja, muss bald Prüfungen schreiben.
Und ja, die Aussage um 60% gestiegen ist vieleicht wirklich etwas merkwürdig XD. Gerechnet war das eben so: 8/5=1.6. Das heißt 8% ist 160% von 5% und somit 60% höher als 5% XD

Das es kein Wunder ist, dass die Arbeitslosigkeit gestiegen ist stimmt. Ich wollte mehr darauf aufmerksam machen, dass ich habe auch keine (verstärkte) Arbeitslosensenkung nach 1999 sehen konnte. Der Rest war dann mehr zur Vollständigkeit. Die Aussage, dass die Arbeitslosigkeit, die verstärkt die Jugend betrifft, eine Ursache von Umständen wie dem existierenden Mindestlohn sein könnten, wollte ich auch nur anschneiden, da ich eindeutig zu wenig Infos habe um sowas behaupten zu können. Ich bin mir ja nichtmal sicher, in wie weit sich die Arbeitslosenquote wirklich vorwiegend auf jungen Menschen bezieht.
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25.01.2013, 13:48

Dieser Artikel hat mir ganz gut gefallen:
http://www.welt.de/debatte/article138424…-der-Masse.html
Ich lesen öfter öfter solche Atikel aber irgendwie war ich gerade der Meinung, dass das hier rein passt. Auch wenn es sich nicht wirklich auf den Kapitalismus sondern viel allgemeiner auf den Liberalismus bezieht.
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